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Sachenrecht-Klausur SS 2017

Die Klausur im Sachenrecht ist im Prüfungsamt erfasst und kann zu den Öffnungszeiten des Instituts (C1, 1.OG, Raum 1.12) abgeholt werden.

ZPO-Klausur SS 2017

Die Klausur im Zivilprozessrecht ist im Prüfungsamt erfasst und kann zu den Öffnungszeiten des Instituts (C1, 1.OG, Raum 1.12) abgeholt werden.

8. Symposium des Instituts für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht am 02.02.2018 im Hyatt Regency Köln

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Einsichtnahme der SP-Klausuren (Prof. Schuschke)

Eine Einsichtnahme in die Schwerpunktklausuren von Prof. Schuschke vom SS 2017  ist vom 04.09.2017 bis zum 13.09.2017 und ab dem 26.09.2017 jeweils von 9:00 - 16:00 Uhr nach Terminvereinbarung per Mail (Elke.Huebner(at)uni-koeln.de) möglich.

Tagungsbericht: Prozessrechtsfragen bei Kartellschäden

Am 09.06.2017 fand im Hauptgebäude der Universität zu Köln die Tagung „Prozessrechtsfragen bei Kartellschäden“ statt. Veranstaltet wurde die Tagung von Prof. Dr. Christoph Thole, Direktor des Instituts für Verfahrensrecht und Insolvenzrecht, zusammen mit Prof. Dr. Stefan Thomas (Universität Tübingen) und Prof. Dr. Roman Inderst (Universität Frankfurt). Die Tagung befasste sich mit grundlegenden Fragen von Kartellschadensersatzklagen sowohl in materieller als auch in prozessualer Hinsicht. Eine erfreuliche Zahl von über 100 Anmeldungen zeigte das lebhafte Interesse an der Tagung. Es war ein glücklicher Zufall, dass die Tagung just an dem Tag stattfand, an dem die 9. GWB-Novelle in Kraft trat, sodass die besondere Aktualität des Themas noch einmal offenbar wurde. 

Die Tagung war in zwei Abschnitte unterteilt. Der Vormittagsblock befasste sich vor allem mit Fragen des Schadensnachweises, während am Nachmittag Fragen des Prozessmanagements im Vordergrund standen. Den Anfang machte Prof. Dr. Stefan Thomas (Tübingen) mit seinem Vortrag zu Schnittstellen von materiellem Recht und Verfahrensrecht. In diesem Vortrag beleuchtete Thomas unter anderem die Frage der Schadensvermutung (§ 33a Abs. 2 S. 1 GWB) und deren Reichweite. Daran anschließend referierte Rechtsanwalt Dr. Peter Niggemann (Düsseldorf) über die Frage des Schadensnachweises aus anwaltlicher Perspektive. Er lenkte das Augenmerk vor allem auf die in der 9. GWB-Novelle gestärkten Instrumente der Sachverhaltsaufklärung. Sodann trug mit Prof. Dr. Roman Inderst (Frankfurt) ein renommierter Ökonom vor, der die Stellung des ökonomischen Gutachters beim Schadensnachweis untersuchte. Er zeigte auf, dass manche Methoden, die von ökonomischen Sachverständigen bei der Ermittlung des Kartellschadens angewendet werden, ungenau sind und ein verzerrtes Bild liefern können.

Am Nachmittag stellte zunächst Rechtsanwalt Christopher Rother (Berlin) die derzeit üblichen Modelle der Prozessfinanzierung und der Anspruchsbündelung vor. Insoweit stand vor allem das Abtretungsmodell im Vordergrund ebenso wie die damit zusammenhängenden Fragen einer technischen Erfassung einer Vielzahl von Klägern bei der gebündelten Geltendmachung eines Kartellschadensersatzes. Sodann referierte Prof. Dr. Christoph Thole (Köln) über die aktuellen Entwicklungen bei der internationalen Zuständigkeit in Kartellsachen. Dabei beleuchtete er insbesondere die Möglichkeit sowohl für den Kartellkläger als auch mittels der negativen Feststellungsklage für den Anspruchsgegner, mittels des Gerichtsstands der Streitgenossenschaft ein Forum Shopping zu betreiben. In einem weiteren Vortrag stellte Rechtsanwalt Prof. Dr. Stefan Kröll (Köln) aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen von Schiedsverfahren in Kartellsachen vor. Dabei stand vor allem die Frage im Vordergrund, ob übliche Schiedsvereinbarungen auch Kartellschadensersatzklagen erfassen können, nachdem der EuGH in der CDC-Entscheidung für Gerichtsstandsvereinbarungen anders entschieden hatte. Zum Abschluss referierte Rechtsanwalt beim BGH Dr. Thomas Winter (Karlsruhe) über revisionsrechtliche Fallstricke im Kartellrechtsstreit. Er stellte insbesondere klar, dass bereits in den Vorinstanzen der mögliche Gang zum BGH vorbereitet sein will, indem etwa für Beweisanträge und sonstige Anträge die Anknüpfungstatsachen konkret und präzise benannt sein müssen, damit später aufgrund der eingeschränkten Prüfung des Revisionsgerichts entsprechende Rechtsfehler gerügt werden können.

Es war eine gelungene Tagung, die von der Vielzahl der angeschnittenen Themen lebte und bei den Zuhörern und Referenten für eine spannende Diskussion sorgte. Zugleich war die Tagung ein Beleg dafür, wie fruchtbar der Dialog zwischen den Prozessrechtlern, Kartellrechtlern und Ökonomen bei der rechtlichen Beurteilung von Kartellschadensersatzklagen sein kann.

Neuer Standort des Instituts

Das Institut für Verfahrensrecht befindet sich ab Mittwoch, den 27.01.2016 i, 1.OG des Containers C1 (zwischen Hörsaal-/Seminargebäude und Universitätsbibliothek).

Bibliotheksplätze können wir dort leider nicht anbieten. Die Bibliothek ist nicht öffentlich zugänglich. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte ans Institut.

Abholung von Alt-Klausuren

Ist eine Klausurabholung von vorangegangenen Semestern erwünscht, bitte vorab per Mail unter Angabe von Klausur (Bsp.: BGB AT, WS13/14) und Matrikelnummer anfragen.